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Geschichte/Herkunft Bearbeiten

Wann der Mensch tatsächlich mit dem Schwimmen anfing, ist heutzutage schwer zu sagen, aber man geht vermutlich recht in der Annahme, dass es schon frühzeitig überall dort erlernt wurde, wo Menschen am Wasser lebten. Erste Hinweise darauf fand man in einer Felsmalerei in der Libyschen Wüste (Sahara), die vor etwa 8000 Jahren entstand. Sowohl bei den alten Ägyptern als auch im antiken Griechenland gehörte es zum guten Ton seine Kinder zu einem Schwimmmeister zu schicken. Wer etwas auf sich hielt und nicht als ungebildet gelten wollte, musste diese Ausgabe tätigen. Zu den olympischen Disziplinen zählte diese Sportart allerdings noch nicht.

Im antiken Rom wurde das Schwimmen sogar zu militärischen Zwecken vermittelt und eingesetzt. Auch ihre Gegner, die Germanen hielten damals schon Schwimmwettkämpfe ab und nutzten diese Technik im Kampf gegen die Römer. Erst im europäischen Mittelalter wurde das Schwimmen und Baden, was mit einer Entblößung des Körpers einherging, regelrecht verteufelt. Wasser galt als tödlicher Bringer von Krankheiten und moralisch verwerflich, sodass nur wenige tatsächlich das Schwimmen beherrschten.[1]

Nach der Zeit der Aufklärung gewann die Sportart wieder an Beliebtheit und so erschien 1798 eines der ersten Bücher über Schwimmkunst. Johann Christoph Friedrich GutsMuths schrieb es und legte mit seiner Anleitung den Grundstein für die Hallenser Halloren (Salzwirker). Diese versuchten dem Schwimmenlernen eine Methodik zu verleihen, nachdem sie entdeckt hatten, dass es sich in stark salzhaltiger Sole besser schwimmen lässt.

In Londons Hallenbädern fanden 1837 erstmalig moderne Schwimmwettkämpfe statt, die im Brust- oder Seitenschwimmen absolviert wurden. Im Laufe der Wettkampftraditionen entwickelten sich weitere „flüssigere“ Formen des Schwimmens, wie der „Australische Crawl“ (1902), der „Butterfly“ (1935).

Schwimmwettkämpfe Bearbeiten

Schwimmwettkämpfe werden in der Regel in Hallen ausgetragen, die den üblichen Wettkampfnormen entsprechen. Das heißt, sie müssen mindestens 5 Bahnen mit exakt 25 oder 50 Meter Länge besitzen. Langstreckenwettbewerbe können aber auch in Seen oder Meeren, also im sogenannten Freiwasser, ausgetragen werden. Teilnehmen dürfen alle Mitglieder von Schwimmvereinen oder wer im Besitz eines Startpasses des DSV (Deutscher Schwimm Verband) ist.

Schon mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 Athen) gehörte Schwimmen zu den neuen Disziplinen. Offizielle Schwimmweltmeisterschaften finden allerdings erst seit 1973 statt. Generell werden die Wettkämpfe nach den Regeln des internationalen Schwimmverbands (FINA – Fédération Internationale de Natation) ausgetragen.

Schwimmstile Bearbeiten

Unter einem Schwimmstil versteht man eine bestimmte Art oder Technik zu schwimmen. Zu den Bekanntesten gehören das Brustschwimmen, das Rückenkraulen, das Schmetterlings- oder Delfinschwimmen und das Rückenkraulen. Jeder Stil zeichnet sich durch einen eigenen Bewegungsablauf aus.

Bahnen/Strecken Bearbeiten

Strecken

  • Meist ein Vielfaches von 100-Meter-Abschnitten (100m, 200m, 400m, 800m,…)
  • Langstrecke zwischen 5 und 25 Kilometer (meist in offenen Gewässern)
  • Staffelwettbewerbe in 4er-Staffeln (4 x 50m, 4 x 100m, 4 x 200m)

Bahnen

  • 25-m-Kurzbahn oder 50-m-Langbahn
  • In Wettkämpfen so viele Schwimmer wie Bahnen vorhanden sind
  • Ausnahmen beim Freistilschwimmen

Bekleidung Bearbeiten

Die Wahl der optimalen Badebekleidung ist gerade im Schwimmsport sehr entscheidend, da sie perfektes Gleiten ermöglichen muss. Schwimmbekleidung, die bessere Strömungseigenschaften aufwies als die menschliche Haut kam erst mit der Erfindung der Firma Speedo auf den Markt. Der Hersteller wurde dabei von der Haut des Haifisches inspiriert, welche hervorragende Strömungseigenschaften besaß. Wichtig war nämlich, dass Anzüge dieser Art keinen zusätzlichen Auftrieb erzeugen, da dies für Wettkämpfe nicht erlaubt ist. Neopren-Anzüge konnten aus diesem Grund lange Zeit nicht zum Schwimmsport verwendet werden. Erst dank modernen Techniken konnte ein neuartiges, Neopren-Material entwickelt werden, dessen Auftrieb zu vernachlässigen ist.

Die Schwimmbekleidung lässt sich in 4 Arten einteilen [2]

  • Short Skin (bedeckt die Oberschenkel)
  • Leg Skin (bedeckt die Beine)
  • Body (bedeckt Beine und Oberkörper)
  • Full Body (bedeckt den ganzen Körper, außer die Füße, die Hände und den Kopf)

Heutzutage gibt es eine rege Diskussion über die notwendige Reglementierung von High-Tech-Schwimmanzügen, die geschwindigkeitsfördernd wirken. So legte die FINA 2010 beispielsweise fest, dass bei Wettkämpfen die Schwimmbekleidung nicht länger als bis zu den Knien gehen darf.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Planet Wissen
  2. Rankberg.de

Quellen Bearbeiten

Aphrodite-Dessous.de

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